Archiv für Oktober 2013

Filmvorführung

Mit dem Anti-Atom-Bündnis Nordost und dem AStA Rostock wird es am 29.10. um 19:30 eine Filmvorführung geben. Die Veranstaltung findet am Ulmencampus statt.
Mehr dazu gibt es hier zu erfahren:
Filmvorführung auf Facebook

Prozess in Ribnitz-Damgarten

Kein Castor nach Lubmin!

Unter diesem Motto protestierten im Februar 2011 viele Menschen auf nahezu der gesamten Strecke gegen den Transport von fünf Castor-Behältern aus dem ehemaligen Kernforschungszentrum Karlsruhe nach Lubmin. Zwischen Rostock und Stralsund wurde der Transport mehrmals gestoppt. In der Nähe von Ribnitz-Damgarten hielt der Zug etwa drei Stunden, da sich Personen auf den Bahngleisen angekettet hatten, die nicht ohne weiteres entfernt werden konnten.

Solidarität zeigen!
Zwei Menschen wird im Zusammenhang mit der oben genannten Aktion Nötigung vorgeworfen.

„Bei dem Prozess geht es nicht um uns“ sagt einer der Angeklagten. „Bei dem Prozess geht es darum abzuschrecken, damit nicht noch mehr Leute auf die Idee kommen, sich wirkungsvoll gegen die Zumutungen der Atomindustrie zur Wehr zu setzen.“

Deshalb wird die Verteidigung im Prozess deutlich machen, daß die unkalkulierbaren Risiken der Atomkraft es auch im Normalbetrieb rechtfertigen, Versammlungsrecht nicht nur auf wirkungslose Menschenketten u.ä. an unwichtigen Tagen an unwichtigen Orten zu beschränken. „Das alltägliche Risiko eines neuen Fukushima rechtfertigt zivilen Ungehorsam.“

Die Verhandlung ist öffentlich und die Angeklagten freuen sich über Besuch.

Unnötig und illegal
Der blockierte Transport war unnötig, denn der Müll lagerte in Karlsruhe genauso unsicher, wie er jetzt in Lubmin lagert. Da es weltweit kein Endlager gibt, kommt ein Verschieben von Atommüll „Spazierfahrten“ mit massiven Risiken für die Allgemeinheit gleich. Darüber hinaus war der Transport nach Lubmin illegal. Es fehlt eine gesetzliche Regelung, Atommüll, der nicht aus Rheinsberg oder Lubmin kommt, dort einzulagern. „Aber im Rechtsstaat gelten Gesetze ohnehin nur für die, die keinen Einfluss haben.“

Es könnten weitere Transporte folgen
denn, Stichwort Endlagersuchgesetz, der „Urlaub“ der 26 restlichen Castoren in den als Wiederaufbereitungsanlagen verharmlosten Atomschleudern Sellafield und La Hague geht zu Ende und ist Lubmin als größtes Zwischen(End)Lager Deutschlands in strukturschwacher Region nicht ideal, dort gleich alle hinzustellen?

Atomausstieg bleibt Handarbeit

Die Produktion von noch mehr Atommüll, für den es keine Lösung gibt, geht munter weiter. Der Weiterbetrieb der AKW bedeutet SuperGAU-Risiko für weitere mehr als 10 Jahre. Es wird in den Ausbau der Urananreicherungsanlage Gronau investiert, statt sie stillzulegen. Es werden weiterhin öffentliche Gelder in Kernkraftforschung und Bau von AKW im Ausland investiert. Und Rostock etabliert sich als Drehscheibe internationaler Atomtransporte Richtung Skandinavien/ Baltikum / Russland.

Das ist doch kein Ausstieg!
Wir schlucken nicht die Schlummerpille der Bundesregierungen und stellen uns zufrieden mit dem Brosamen, ein paar alte AKW stillzulegen.

Gegen den scheinheiligen Atomausstieg der Bundesregierungen. Für die sofortige Stilllegung aller Atomanlagen weltweit!

Kontakt: mitmachen [at] systemausfall [punkt] org

V.i.S.d.P. Bruno Leuschner, Latzower Str. 10, 17509 Rubenow

Flyer.pdf

Termin für Vortrag steht nun fest

Der Vortrag mit Herrn Kobayashi
(Tokyo) über die aktuelle Lage der japanischen (Anti-)Atompolitik wird am 9.11.2013 um 18:00 Uhr in den Räumen der Heinrich-Böll-Stiftung, Mühlenstraße 9 in Rostock stattfinden. Der Eintritt ist frei.

Verfahren gegen Gleisblockierer in Lüneburg eingestellt!

Lüneburg, 18.10.2013

Beton – es kommt drauf an, was man draus macht!

Castor-Prozess in Lüneburg vor Beginn beendet.

Staatsanwaltschaft macht Rückzieher – Gericht stellt Verfahren ein.

Gestern Nachmittag hat die Staatsanwaltschaft Lüneburg den Angeklagten die
Einstellung des Verfahrens nach §153a StPO gegen die Zahlung einer Geldbuße
angeboten. Anstatt die von der Staatsanwaltschaft geforderte Geldstrafe von je 1100€ zu zahlen, spenden die Aktivist_innen nun je 250 € an den Verein „Kinder von Tschernobyl“.

Der letzte CASTOR-Transport ist schon zwei Jahre her, die juristischen Folgen beginnen gerade erst. So auch für die vier freien Aktivist_innen, die beim CASTOR 2011 eine der spektakulärsten Aktionsformen wählten: Sie ketteten sich mit den Armen in einer unter den Gleisen verborgenen Betonkonstruktion an, in Höhe der Ortschaft Vastorf. Die Polizei war 15 Stunden damit beschäftigt, die Vier aus dem Betonblock zu lösen, in dieser Zeit konnte der Zug nicht weiterfahren.

Da der atomare Wahnsinn dessen ungeachtet weitergeht, thematisieren wir dieses auch weiterhin. Wir, die Vastorf-Aktionsgruppe, laden dazu am Montag um 10 Uhr 30 ins Info-Cafe´ Anna & Arthur in der Katzenstraße 2 in Lüneburg ein. Dort werden wir über Atomkraft, ihre Risiken und juristische Folgen von Aktionen sprechen und über die Vastorf-Aktion berichten.

Im Anschluss daran werden wir durch die Ausstellung „Beton im Gleisbett“ führen, die ebenfalls in diesen Räumen zu sehen ist.

Mit freundlichen Grüßen,

Aktionsgruppe Vastorf

Aktuell erschienen: Sorgenbericht Atommüll

Endlich ist es soweit. Der „Sorgenbericht“ – ATOMMÜLL – Eine
Bestandsaufnahme für die Bundesrepublik Deutschland,
herausgegeben von der Atommüllkonferenz – ist erschienen.

Im Anhang gibt es alle Informationen zur Bestellung – auch von Freiexemplaren beteilgter Personen, Standorte und Organisationen – sowie die Möglichkeit, ReferentInnen für Veranstaltungen zur öffentlichen Präsentation der Bestandsaufnahme und ihrer Ergebnisse einzuladen.

Bitte lasst uns eure Bestellung möglichst schnell zukommen und bestellt
bitte auch reichlich Flyer, um die Bestandsaufnahme breit zu bewerben; z.B. bei allen
Anti-Atom-Veranstaltungen aber auch z.B. Auslage in Buchhandlungen, Treffpunkten,
Kneipen usw. Der Flyer hat das Format 10*21 cm (1/3 Din A4-Seite hochkant).

Schöne Grüße…
AG Schacht KONRAD e.V.
bestandsaufnahme@atommuellkonferenz.de

Bestellzettel Sonderbericht Atommuell

Neuer Unfall mit Atomfrachter

Atomfrachter kollidiert auf der Ostsee.

Wie am Samstag bekannt wurde, ist der für Atomtransporte bekannte Frachter Mikhail Lomonosov am frühen Freitagmorgen vor Rügen mit einer Yacht zusammen gestoßen. Die 15 Meter lange Yacht wurde bei der Kollision mit dem 100m langen Schiff schwer beschädigt und anschließend von der Seenotrettung in den nächsten Hafen geschleppt*. Wir gehen davon aus, dass auch radioaktives Material an Bord der Mikhail Lomonosov ist. In der Regel transportiert das Schiff der russischen Reederei Northern Shipping Company radioaktive Stoffe wie beispielsweise Uranhexafluorid und Urandioxid aus Russland. In St. Petersburg lief es
am Dienstag, den 15.10. um 9:53 Uhr aus. Wir erwarten es am Montag nach einer Fahrt durch den Nord-Ostsee-Kanal gegen 7 Uhr in Hamburg am Containerterminal Burchardkai der HHLA. Dort werden die radioaktiven Stoffe auf LKW verladen. Ein Großteil der über Hamburg abgewickelten Atomtransporte geht in die vom „Ausstiegsbeschluss“ nicht benannten und für den internationalen Atommarkt produzierenden Atomanlagen, insbesondere die Brennelementefabrik in Lingen und die Urananreichungsanlage in Gronau.
Es muss unverzüglich aufgeklärt werden, welche Fracht genau auf der Mikhail Lomonosov ist, was sich abspielte und welche Katastrophenschutzmaßnahmen vor der Insel Rügen getroffen worden wären, wenn tatsächlich Uranhexafluorid ausgetreten wäre. Schon wieder hatten wir vermutlich Glück. Der letzte große Unfall mit Uranhexafluorid ereignete sich am 1.Mai im Hamburger Hafen, als ein Brand auf der Atlantic Cartier beinahe eine Katastrophe auslöste. Auf der bundesweiten Anti-Atom-Konferenz wurde an diesem Wochenende in Hamburg unter anderem über Möglichkeiten zum Stopp von Atomtransporten diskutiert. Am heutigem Sonntag wird auch eine Hafeninspektion per Schiff durchgeführt.
Wir fordern den sofortigen Stopp aller Atomtransporte. In Hamburg bedeutete das unter anderem die Entwidmung des Hafens für Atomtransporte. Von Kiel bis Brunsbüttel muss der Nord-Ostsee-Kanal für radioaktive Stoffe gesperrt werden.

Grundsätzlich fordern wir die sofortige Stilllegung aller Atomanlagen weltweit, z.B. der Brennelementefabrik in Lingen und der Urananreicherungsanlage Gronau.

BI Kiel gegen Atomanlagen
SAND (Systemoppositionelle Atomkraft Nein Danke Gruppe Hamburg)
SofA (Initiative für den Sofortigen Atomausstieg Münster)
Lubmin NIXda /Antiatom Bündnis Nordost
Anti-Atom-Büro Hamburg
Contratom
MAUS eV (Meßstelle für Arbeits- und Umweltschutz, Bremen)
NETZWERK Energiewende Lübeck
anti-atom-plenum berlin
Anti Atom Bündnis Münsterland

Kontakt 0151-23995333
*)www.schiffsjournal.de

nadir.org

NDR.regional-Beitrag

Panorama3-Bericht

Vortrag von japanischem Atomkraftgegner

„Japan und eine Atompolitik, die über Leichen geht“. Vortrag mit Kazuhiko Kobayashi (Tokyo)

Am 9. November wird Kazuhiko Kobayashi, Autor und Journalist aus Tokyo, einen Vortrag in Rostock zur aktuellen Lage in Fukushima und der japanischen Atompolitik halten. Die Veranstaltung wird um 18:00 Uhr in den Räumen der Heinrich-Böll-Stiftung, Mühlenstraße 9 stattfinden.
Im Rahmen des Vortrags beschäftigt sich Herr Kobayashi mit der aktuellen Lage in Fukushima, sowie den politischen und gesellschaftlichen Bedingungen rund um den Umgang mit der Reaktorkatastrophe 2011. Er geht auf internationale Verwicklungen und globale, bewegungsorientierte Perspektiven ein.

Seit 2011 unternimmt der Aktivist und Autor regelmäßig Vortragsreisen nach Deutschland, um über den Super-GAU in Fukushima aufzuklären. 2013 unternahm er eine Reportagereise mit einem freien deutschen Journalisten in Hiroshima, Osaka, Fukushima und Tokyo um Interviews über die Atombombenabwürfte und die Katastrophe in Fukushima und deren geschichtlichen Zusammenhang in der japanischen Atompolitik zu führen

Eintritt frei. Spenden kommen Kindern in der Region Fukushima zugute.

Ergänzung: Die Vortragsveranstaltung mit Herrn Kobayashi kann auch 12. 11. in Güstrow besucht werden:
facebook ->Vortrag Kobayashi




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