Archiv für Februar 2014

Fukushima Mahn-Kundgebung am 11. März 2014

17:00 Uhr, Doberaner Platz, Rostock

Am 11. März vor 3 Jahren ereignete sich die Reaktorkatastrophe im japanischen Atomkraftwerk Fukushima-Daiichi. Damals kam es infolge eines Erdbebens zur Beschädigung mehrerer Reaktoren und zu Kernschmelzen, ein Reaktorgebäude explodierte. Zehnausende Menschen mußten aus der Umgebung evakuiert werden, und werden wohl nie wieder dorthin zurückkehren können.
Doch bis heute ist keine Ruhe in die Reaktorruine eingekehrt. Seit der Katastrophe werden täglich rund eine halbe Million Liter Wasser in die maroden Reaktorgebäude gepumpt, damit es nicht zu weiteren unkontrollierten Kernreaktionen der darin noch verbliebenen Brennstäbe kommen kann. Das hochkontaminierte Wasser sickert z.T. ungehindert ins Erdreich, vermischt sich mit Grundwasser und gelangt in den nahegelegenen Pazifik. Erst im Februar 2014 sind abermals hunderttausend Liter strahlendes Wasser aus einem lecken Tank ausgelaufen. Das Kühlsystem des Abklingbeckens in Block 4 war vor kurzem über Stunden ausgefallen, weil es bei der umstrittenen, hochgefährlichen Bergung der darin noch liegenden rund 1500 Brennstäbe beschädigt worden war. Bei Kindern, die damals in der Präfektur Fukushima wohnten, wurde eine Zunahme der Schilddrüsenkrebsrate und auffälligen Veränderungen der Schilddrüse beobachtet.
Damit steht Fukushima in einer Reihe mit den Atomkatastrophen von Tschernobyl, Majak, Harrisburg und anderen, die heute als historische Mahnmale für Verantwortungslosigkeit, Gier und
Selbstüberschätzung gelten.
In Japan sind seither alle Atomanlagen abgeschaltet. Aber im Rest der Welt ist keine Abkehr von der Nutzung dieser gefährlichen Energieform in Sicht. In einigen Ländern, wie Großbritannien, Ungarn und Polen plant man, neue AKW zu bauen. Und in Deutschland laufen noch 9 der ehemals 17 Reaktoren. Aber auch über den versprochenen Ausstieg 2021 hinaus plant man, weitere Brennstäbe in Lingen zu produzieren, und in Gronau Uran anzureichern; täglich rollen weitere Atomtransporte über Deutschlands Straßen, Schienen und Häfen, und die Energiewende ist unter Beschuss geraten. Und Rostock ist eine der Drehscheiben für transeuropäische Atomtransporte.

Alle Atomanlagen weltweit abschalten! Ächtung und Verschrottung aller Nuklearwaffen! Keine weiteren Atomtransporte durch Rostock und anderswo! Energiewende jetzt!

Protest- und Mahnkundgebung am Dienstag, 11.März 2014, 17:00 Uhr am Doberaner Platz, Rostock. Im Vorfeld wird es eine Straßentheateraktion geben.

Rostocker Antiatom Netzwerk
www.lubminnixda.blogsport.de




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