Fukushima noch immer desaströs – Anti-AKW-Bewegung erzielt Erfolg in Japan

Seit nunmehr mehr als drei Jahren erleben wir den SuperGAU in Japan. Wie er ausgeht, ist nach wie vor ungewiß. Die Mainstream Medien schweigen sich aus, teilweise gibt es Falschmeldungen.

Der folgende Link gibt einen guten Überblick über die Entwicklung der letzten Monate, daher möchten wir Ihn hier nochmals verbreiten und werden ihn auch auf die Homepage stellen.

truthdig.com „fukushima is still a disaster“

Artikel als pdf:

Truthdig – News Flash_ Fukushima Is Still a Disaster

(Kurze) Zusammenfassung:

Japan macht den Atomausstieg vor und ist nach wie vor atomkraftfrei!
Das Wiederanfahren anderer Reaktoren wurde unter Hinweis auf fehlende zuverlässige Szenarien, wann und wo sich das nächste Erdbeben ereignen wird, vor Gericht gestoppt. Herzlichen Glückwunsch an die Anti-Atombewegung.

Die Schilddrüsenkrebsrate bei Kindern ist nun 40mal so hoch, wie normal. Mehr als 46% der Kinder haben präkanzeröse Knöllchen und Knoten an der Schilddrüse.

Die leichtere Hälfte der Brennelemente (BE) ist aus dem Abklingbecken des Reaktors IV geborgen, mindestens drei Aggregate mit BE stecken fest. Der schwierigere Teil kommt jetzt, denn sie haben (verständlicherweise) mit den einfacher zu bergenden BE begonnen.

Die Radioaktivität erreicht langsam die Küsten der USA und Kanada

Mindestens 300 t teils hoch kontaminiertes Wasser wird täglich ins Meer „entlassen“.

Über ein Satirebuch, welches mittlerweile in Japan zum Bestseller wurde, ist bekannt geworden, dass kurz nach Beginn der Katastrophe 700 AKW-Arbeiter geflohen sind, übrig blieb nur eine Kernmannschaft (gut, kleiner Kalauer muß auch mal sein). Der Geschäftsführer des Fukushima AKW (damals auch im AKW geblieben) ist an Krebs gestorben.

Der Eiswall ist genehmigt. Bauzeit mindestens 2 Jahre, Kosten: viel bis sehr viel, vor allem im Betrieb (aber dann gibt es wieder ein Argument mehr, die AKW wieder hochfahren zu müssen). Wirksamkeit: fraglich. Notwendigkeit: Tja, hierzu nur soviel, dass kurz nach Beginn des SuperGaus eine unterirdische Mauer aus Ton-Zementgemisch im Gespräch war, welche damals wahrscheinlich schlimmeres verhindert hätte, schnell errichtbar gewesen wäre und keine Unterhaltungskosten gehabt hätte.

Die Bevölkerung ist zunehmend verärgert über die offizielle Politik der japanischen Regierung (Wiederansiedlung, Verharmlosung der Wirkung von radioaktiver Strahlung, Radioaktivitätsmessungen „umgehen“; Festhalten an der Atomkraftnutzung). Dies ist aus zweierei Hinsicht bemerkenswert: – Die Mainstream-Medien sind auf Linie gebracht und bringen verharmlosende Meldungen oder keine.
– Illoyal werdende Menschen an Entscheidungspositionen werden ausgetauscht, zuletzt Köpfe der nuklean Regulierungs-Behörde, die erst 2011 als Reaktion auf den Beginn des SuperGAU mit dem Ziel gegründet wurde, dafür zu sorgen, dass nukleare Katastrophen nie wieder passieren werden.





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