Saal: Menschenkette protestierte gegen Fracking-Start

Gestern (16.06.2014) hat CEP begonnen, Stimulationsflüssigkeit in den geologischen Untergrund zwischen Saal und Bodden zu pumpen. Dieser Vorgang wird allgemein als „Fracken“, also das hydraulische Aufbrechen von Gesteinsschichten zur Öl- und Gasförderung bezeichnet. Die beteiligten Firmen bevorzugen allerdings Euphemismen wie „Hydraulische Stimulation“ u.a., weil sich „Fracking“ seit den zahlreichen Negativerfahrungen mit dieser Technik nicht mehr so gut anhört. Auf dem Gelände war reges Treiben zu beobachten. Zahlreiche Fahrzeuge der US-Firma Halliburton, welche die Fracking-Technik zur Verfügung stellt, standen auf dem etwa 1 ha großen, umzäunten Bohrgelände. Techniker arbeiteten am Bohrloch. In der Luft lag ein Geruch von Abgasen.

Luftaufnahme kurz vor dem Frac. Quelle: CEP

Gegen 15:00 Uhr fanden sich nach und nach etwa 50 Menschen vor dem Tor des Geländes ein, um gegen die Arbeiten zu protestieren. Nachdem sich entlang der straßenzugewandten Seite des Zaunes alle DemonstrantInnen aufstgestellt hatten, um sich die Hände zu einer Menschenkette zu reichen, brachen alle gemeinsam zu einem Protestspaziergang um das Bohrgelände auf. Auf einer erhöhten Fläche auf der Rückseite des Bohrgeländes wurde eine Kundgebung abgehalten, wo Mitglieder der BI Erdöl Barth nochmals alle Anwesenden über den aktuellen Stand des Widerstands informierten. Das wurde vom CEP-Führungsstab von einem Dach eines Büro-Containerkomplexes aufmerksam beobachtet, sowie fotografisch und filmisch dokumentiert. Auch regionale und bundesweite Presse war zahlreich anwesend: Erste Berichterstattung gibt es u.a. von NDR und Wall-Street-Journal (!) Auch das ZDF interviewte.

Ostseezeitung (pdf)

Die Naturfreunde Berlin haben für morgen 17:00 Uhr zu einer Protestkundgebung vor der Deutschlandzentrale von CEP in Berlin aufgerufen.





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