Archiv der Kategorie 'Energiewende global'

Erdölfracking Saal: mangelhaftes Genehmigungsverfahren

Saal, 4.6. 2014

Umweltberichte und Naturschutzbehörden wurden im Genehmigungsverfahren nur mangelhaft oder gar nicht eingebunden. Bürgerinitiative Erdöl Barth sieht große Gefahren bei der Testförderung durch die Firma Central European Petroleum GmbH. Am Tag des Fracking wird es weiteren öffentlichen Protest geben.

In Saal (M-V) steht die Anwendung der umstrittenen Fracking-Technologie zur Testförderung von Erdöl unmittelbar bevor. Die Bürgerinitiative Erdöl Barth ruft zum Protest auf! Wir bilden eine Menschenkette und umstellen den Bohrplatz! Wenn Sie rechtzeitig informiert werden wollen, um dabei zu sein, dann wenden Sie sich an uns unter:

BIErdoelBarth ÄT gmail.com

Wir fordern bezüglich des mangelhaften Genehmigungsverfahrens:

Eine sofortige Einbeziehung und Umsetzung des Umweltberichts zum regionalen Raumentwicklungsprogramm Vorpommern in die Genehmigungsverfahren betreffend das Erlaubnisfeld „Grimmen“.

Eine sofortige Einbeziehung der unteren Naturschutzbehörde, sowie der Naturschutzabteilung des LUNG in Güstrow in die Genehmigungsverfahren betreffend das Erlaubnisfeld „Grimmen“.

Eine Auflistung und detaillierte Kennzeichnung von Ausschlussgebieten für die Ölförderung im Erlaubnisfeld „Grimmen“ auf Grundlage des
Raumentwicklungsprogramms Vorpommern, den Natura2000-Richtlinien, der FFH-Verträglichkeitsprüfung durch die untere Naturschutzbehörde. Die Grenzen des Erlaubnisfeldes „Grimmen“ müssen daran angepasst werden.

Eine Neubewertung der Vereinbarkeit einer Ölförderung im Erlaubnisfeld „Grimmen“ mit den öffentlichen Interessen resultierend aus dem Umweltbericht zum Raumentwicklungsprogramm Vorpommern und den darin festgelegten Vorrang- bzw. Vorbehaltsgebieten.

Wir rufen den Landrat des Kreises Vorpommern-Rügen Ralf Drescher und den Ministerpräsiden-ten Erwin Sellering dazu auf, die Testförderung zu stoppen! Das Genehmigungsverfahren für die Testförderung Barth 11 muss neu geprüft werden!

Wir fordern eine verpflichtende Umweltverträglichkeitsprüfung im Zuge sämtlicher Genehmigungsverfahren, die durch die Central European Petroleum GmbH beantragt wurden!

Wir bemängeln die unzureichende Einbindung der Träger öffentlicher Belange.

Die Beobachtungen der Tätigkeiten am Bohrplatz in Saal weisen aufgrund der Verzögerungen in der Umsetzung des Betriebsplans auf eine Terminierung der Fracking-Maßnahme in die zweite oder dritte Juniwoche 2014 hin.

FrackingFlyer_Tag X

Gesundheitsgefahren durch Fracking – eine ärztliche Stellungnahme

Logo_Stopp_Fracking!

Auch in der Region um Rostock laufen die Vorbereitungen für ein groß angelegtes Fracking. (z.B. in der Gemeinde Saal am Bodden). Beim Fracking werden tonnenweise ein Gemisch aus Wasser (entnommen meist aus Trinkwasserreservoiren), Sand und Gemisch von z.T. hochgiftigen Chemikalien (Frac-Fluid genannt) unter großem Druck in entsprechende Bohrlöcher gepresst, um undurchlässiges und hartes Gestein zu lösen. Dadurch erhofft man sich an die Reste von Erdgas und Erdöl zu gelangen, die sonst nicht ausbeutbar wären. Neben der hochgiftigen Frac-Fluid, die in großen Tankwägen abtransportiert oder in die Bohrlöcher später wieder verpresst werden sollen, fallen auch große Mengen von Lagerstättenwasser an, die meist ebenfalls mit krebserzeugenden Substanzen (z.B. Benzol), radioaktiven Gasen (z.B. Radon) und giftigen Schwermetallen kontaminiert sind und entsorgt werden müssen. Dabei kann das Grundwasser, die Luft und der Boden in der Umgebung von den Bohrlöchern stark verunreinigt und geschädigt werden.

Gesundheitliche Risiken sind noch nicht hinreichend erforscht, aber aus Erfahrungen von 1 Mill. Fracks in den USA müssen wir die gesundheitlichen Gefahren als besorgniserregend einstufen. Deshalb haben schon mehr als 1000 heilberuflich Tätige in den USA sich in einem offenen Brief an Präsident Obama gewandt und die sofortige Einstellung des Frackings aus gesundheitlichen Gründen gefordert.

Im Einzelnen bleibt die Zusammensetzung der etwa 700 verschiedenen chemischen Substanzen in der Frac-Flüssigkeit ein Betriebsgeheimnis. Wir wissen aber, dass darunter Krebs verursachende, Gen verändernde, zu Missbildung bei Kindern führende Substanzen sind. Diese dürfen in keiner noch so kleinen Menge in die Umgebung oder ins Grundwasser oder gar in den menschlichen Körper gelangen, ohne dass die Gefahr besteht, gesundheitliche Schäden bei Pflanzen, Tier und Menschen hervorzurufen.

Die mit dem Frac-Vorgang produzierten Feinstaubbelastungen (Kompressoren, Tanklastzüge, sonstige Maschinen) verstärken allergische Erkrankungen und verursachen vielfältige Lungenerkrankungen.

Im Boden fest eingeschlossene Substanzen wie Benzol, Radon oder Schwermetalle erreichen die Erdoberfläche und sind eine gesundheitliche Gefahr für mehrere Generationen. (Genveränderungen, teratogene Schäden, Krebserzeugung, unspezifische Allgemeinerkrankungen, z.B. herabgesetztes Abwehr- und Immunsystem)

Krank durch Fracking?

Bei mehr als 1 Mill. Fracs in den USA treten vermehrt in der Umgebung der Bohrlöcher allgemeine gesundheitliche Beeinträchtigung unter der Bevölkerung auf, die zum signifikanten Anstieg von Gesundheitskosten geführt haben.
In vielen Gegenden um die Fracking-Bohrstellen hat sich die Lebensqualität der Bevölkerung durch Staub, Schmutz, Lärm, signifikanten Umweltschäden, psychischer Anspannung und Angst deutlich verschlechtert.
In Colorado gibt es einen signifikanten Anstieg bei angeborenen Herzfehlern und Rückenmarksmissbildung unter der ansässigen Bevölkerung in den Gegenden, wo Fracking angewandt wird.
Aus politischen und finanziellen Gründen werden keine frühzeitigen epidemiologischen Studien zu den potentiellen Gesundheitsgefahren angefertigt. Mit dem sogenannten „Nicht-Wissen“ will man von vornherein eventuelle Schadensersatzansprüche von Bewohnern der Umgebung unterlaufen. Das erzeugt neue Angst, Wut, finanzielle, soziale und psychische Unsicherheiten.

Im Sinne eines präventiven Gesundheitsschutzes ist von Ärzten und Heilberuflern das Fracking abzulehnen, zumal es gesundheitlich bessere Alternativen zur Energiesicherung gibt.

Ernst-Ludwig Iskenius (Arzt)
(Mitglied der Ärzte in sozialer Verantwortung)

Literatur:

Literatur_HAeB_05_2014_Gesundheitsgefahren durch Fracking

weitere Infos und Material zum Thema:

„Gasland“ Dokumentation zu den Folgen von Fracking in den USA… scary!

Flyer BI Hamburg

Das war die Demo in Saal…

Die Demo am Samstag (24.05.14) in Saal gegen den geplanten Test-frac ist störungsfrei zu Ende gegangen. Bei schönstem Maiwetter trafen sich ca. 220 protestierende Menschen in dem kleinen Ort bei Barth. Der Demonstrationszug verlief wie geplant vom Ortskern am Fußballplatz bis zur Bohrstelle. Zu Beginn und am Ende wurde jeweils eine Kundgebung abgehalten, wo AnwohnerInnen, angereiste AktivistInnen und Vertreter von Umweltschutzverbänden und Parteien zum Thema informierten, und zum vehementen Protest gegen das Erdölfracking aufriefen.
Vertreter und Angestellte von CEP beobachteten das renitente Treiben in sicherer Entfernung hinter dem Zaun des Bohrstellengeländes. Sie kamen nicht heraus, um sich auf eine Diskussion einzulassen oder eine Stellungnahme abzugeben.
Dabei konnte man auf den Kundgebungen manches interessante Detail zu den Hintergründen des Vorhabens erfahren.
So warnte z.B. ein Vertreter einer BI aus Uelzen/ Niedersachen vor den Risiken der Erdölförderung, die z.B. in Minierdbeben bestehen, welche durch das Bohren und Fracken in dieser spannungsreichen geologischen Zone entstehen können. Durch die Erdbeben ist u.U. mit Schäden an Gebäuden des nahegelegenen Ortes zu rechnen. AnwohnerInnen sollten Gutachten ihrer Gebäude vor Aufnahme der Hauptaktivitäten von CEP machen, und LandwirtInnen sollten den Boden ihrer Felder auf Schwermetalle analysieren lassen. Die Reinigung des nicht nutzbaren Fördergases vor dessen Abfackeln auf kaum 5m hohen Fackelrohren sei nur unzureichend; die Abgase seien beladen mit einer Fracht aus Ruß, Schwermetallen und Quecksilber, die sich auf benachbarte Felder niederschlägt. CEP habe vor dem Beginn der Bohrarbeiten kein Umweltverträglichkeitsgutachten erstellen lassen, und das obwohl die Bohrstelle nur wenige hundert Meter vom Saaler Bodden entfernt liegt, der zum Nationalpark Vorpommersche-Boddenlandschaft gehört. AnwohnerInnen berichteten von nächtelanger Belästigung durch Bohrstellenscheinwerfer und ohrenbetäubenden Lärm, von unbefugtem Betreten von Grundstücken, um Messungen durchzuführen.
Kritik war v.a. auch gegen die behördliche Genehmigung zu hören, die auf dem schon sehr betagten Bergrecht beruht. Das Bergrecht sieht keine AnwohnerInnen-Mitbestimmung vor. Auch Umweltverbände wurden nicht hinzugezogen. Solch anachronistisches Herrschaftsgebaren entbehrt jeglicher Beachtung der Grundregeln modernen Demokratieverständnisses. Somit drängt sich, wie so oft, der Eindruck einer allzu starken Verquickung von global tätigen Wirtschaftsvertretern und staatlicher Gewalt auf, die die Züge einer Diktatur trägt.
So sieht nach unsrer Auffassung auch nicht die vielbeschworene Energiewende aus! Um das fossile Energiezeitalter in Deutschland um geschätzte 2 Wochen zu verlängern, wird durch diese geplante Ölförderung die besonders schützenswerte Natur der vorpommerschen Ostseeküste auf Gernerationen durch Verschmutzung gefährdet.
Die Menschen in Saal und Umgebung wollen jedoch noch nicht aufgeben. Mit weiteren Aktionen unter der Mithilfe der Presse, wollen Sie weiter informieren und öffentlichen Druck gegen das Vorhaben aufbauen. Noch ist es nicht zu spät, die Kurve zu kriegen, um eine echte Energiewende auf den Weg zu bringen. „Die Steinzeit ist nicht aus Mangel an Steinen zu Ende gegangen“…, sondern durch die vernünftige Einsicht von Menschen, dass es auch andere Mittel gibt – Wir müssen also nicht den allerletzten Tropfen Öl aus unserer alten, gebeutelten Mutter Erde pressen, um ein erfülltes Leben zu führen.

No frac! Energiewende jetzt!

weiterlesen:

gegen-gasbohren.de

Presseecho:

NDR-Nordmagazin
Ostseezeitung vom 26.05.14

Video zur Demo vom mpz Hamburg
Audiolink auf freie-radios.net

Update zur Anti-Fracking Demo am 24.Mai in Saal

betrifft: Trecker, Anreise, Lautsprecherwagen, Musik und VolXküche bei der Demo

Liebe MitstreiterInnen,

hier ein kurzes Update von den Aktiven aus Vorpommern zur Demo am
Samstag, den 24.5.2014 in Saal.

Wir werden mit dem Lauti ab 14 Uhr am Startpunkt sein, eine Karte mit
Demoroute ist jetzt hochgeladen auf

BIErdoelBarth

Unter Anreise sind auch Züge, für die wir dann ein Shuttle machen. Es gibt auch eine Gruppe, die von Greifswald aus mit Zug und Rad kommt.

Start ist um 15 Uhr mit den ersten Redebeiträgen, dann geht’s durch den Ort. Hier wird die eine Band spielen, und weitere Redebeiträge. An der
Bohrstelle ist Abschlusskundgebung gemischt mit Musik. Ob die Vokü am Anfang der Demo oder (wahrscheinlich eher) bei der Abschluss-kundgebung da ist, wird noch im Detail geklärt. Dass es lekker Essen gibt, steht fest! ;-)

Zu den Redebeiträgen: BI Erdöl Barth (Infos zu Saal), BI Verden (Lagerstättenwasser), Touristiker vom Darß (wie die Öffentlichkeit
systematisch ausgeschlossen wurde); dann einen zu Erdöl in Ecuador, und einen kurzen zu Gefahren des Transports; eine BI aus Brandenburg
(Braunkohle-Tagebau), (eventuell BI fracking-freies Hessen (Erdölfracking), BI Lünne (Tight Gas)), AktivistInnen aus Hamburg, eine
grüne Kommunala (100% Erneuerbare), Antiatom-Bündnis-Nordost zur Energiewende, BUND (CO2 und Erneuerbare), (eventuell: Nabu (Landschaftökologie)), Grußwort Greenpeace (Aktionen gegen Erdölerschließung in MV).

Banner und Zeug auf Demo (bisher bekannt):

a) Traktoren sind angemeldet, zwei Echte sind mindestens da; bringt
sonst noch Plastik-Trettraktoren oder BobbyCars mit.

b) Es sollen rote Xe aufgestellt werden, wenn Ihr noch Lust zu basteln
habt, baut und bemalt noch ein paar und bringt sie mit.

c) Dicke rote „kein Fracking“-Hand und Buchstaben für Spruch: No
Fracking Saal

d) mehrere Transparente

Abschlusskundgebung: Wir haben mehrere Optionen durchgesprochen, je nachdem wie die Stimmung am Bohrplatz sein wird. Es ist ausdrücklich nicht verboten, um den Bohrplatz herumzugehen und Fotos zu machen, sich selber ein Bild zu machen.

Wenn noch Anmerkungen sind, Redebeiträge eingebracht werden sollen, Lust auf Aktion da ist, bringt Eure Ideen mit, gemeinsam wird es ein
spannender Nachmittag.

Bleibt großartig und bis Sonnabend, Eure BI Erdöl Barth

Saal/ Saaler Bodden: 1. Frac in Dland seit 2011? Nicht mit uns!

Demo in Saal, 24. Mai 2014, 15 Uhr

Wir sind eine BürgerInnen-Initiative in der Gründung, die sich mit der Erschließung der Erdölförderung der sogenannten Barth/Saal-Struktur befasst. Das Unternehmen Central European Petroleum hat eine Genehmigung für Testförderungen auf einem ihrer drei Bohrplätze in Mecklenburg-Vorpommern. Der Bohrplatz liegt in unserem schönen Saal, ein paar hundert Meter vom Bodden weg. Es gibt viele Gründe, die Erdölexploration und -förderung hier zu kritisieren. Wir tun dies, mit dem Wissen um die risikoreiche und gefährliche Erschließung von Erdöl- und Erdgasressourcen weltweit, und fordern eine Durchsetzung weltweiter Umwelt- und Sozialstandards bei der Erdöl- und Erdgaserschließung.
Central European Petroleum verwendet eine Kombination aus Horizontalbohrungen und Fracking, um bei Saal Erdöl zu fördern. Wenn es Ende Mai 2014 wirklich zu dem Frac kommt, dann ist das der erste in Deutschland seit Sommer 2011, und der Auftakt zu einer geplanten Erschließung der Erdölreserven in Mecklenburg-Vorpommern mittels Fracking im großen Stil.
Wir treten an gegen die Informationshegemonie von Central European Petroleum, die bereits Landesregierung und die Mehrheitsfraktionen im mecklenburg-vorpommerschen Landtag zu blenden scheint. Wir machen dies aus Angst um unsere Natur, unsere Lebensgrundlage und mit dem Mut mindestens unsere Rechte einzufordern, aber wir halten uns alle Optionen und Formen des Widerstandes offen.

Aus den Beobachtungen der Installationstätigkeiten an der Bohrstelle gehen wir davon aus, dass der Frac Ende Mai 2014 passieren soll. Wir werden es nicht hinnehmen! Wir mobilisieren deswegen zu einer Demo in Saal am 24. 5.2014 um 15 Uhr. Kommt zahlreich und helft uns!

Mobilisierung auf der Energiewendedemo am 10. Mai in Berlin

Wir stecken einen Großteil unserer Kapazitäten im Moment in Recherche, Arbeit vor Ort und Orga der Demo, nicht in den Webauftritt. Wenn Ihr weiterführende Informationen im Netz sucht verweisen wir Euch bis zur Demo auf

gegen-gasbohren.de

BIErdoelBarth

Wenn Ihr unser Anliegen teilt, dann verteilt die Info und den Flyer. Wir sehen uns am 24.5.2014!

Flyer
flyer_VS flyer_RS

Gemeinsame Anreise aus Rostock:

- Autobörse: Wir vermitteln Autofahrten. Angebote und Gesuche bitte an: mitmachen(at)systemausfall.org
- Anreise per Bahn und Fahrrad:
Abfahrt 13:01 in Rostock HBF bis RDG Ost. Treffpunkt 12:50 auf dem Bahnsteig.
Ribnitz-Damgarten (RDG) bis Saal mit Fahrrad (8 km)
- Anreise per Bahn ohne Fahrrad: wie oben
- Ab RDG werden wir einen Shuttle einrichten. Bitte Bedarf anmelden: mitmachen(at)systemausfall.org

weitere Infos für UnterstützerInnen von der BIErdoelBarth:

Anreise: Saal liegt etwa 8 km nördlich von den Bahnhöfen Ribnitz-Damgarten West (IC/RE/RB-Haltepunkt) und Ribnitz-Damgarten Ost (RB-Haltepunkt). Ein gut ausgebauter Rad-/Fussweg führt dann direkt nach Saal.

Übernachtungen: Für diejenigen, die von weiterher anreisen oder einfach länger bleiben wollen: Es gibt die Möglichkeit entweder zu zelten, oder mit Isomatte und Schlafsack bei anderen UnterstützerInnen unterzukommen. Nachfragen vorab anC@gmail.com, oder einfach auf der Demo die OrganisatorInnen ansprechen. Es ist auf jeden Fall für jeden von Euch gesorgt! Danke für Eure Unterstützung!

Fahrradaktion: Es gibt die Idee am Sonnabendmorgen mit Fahrrädern gemeinsam die weiteren geplanten Bohrstellen anzufahren und dort Flagge zu zeigen. Wenn Ihr Lust habt, unsere schöne Landschaft zu sehen, und mit uns ein Zeichen zu setzen, gerne vorab Email an BIErdoelBarth@gmail.com

Demo unterstützen: Wenn Ihr als Initiative, Verband, Gruppe oder Einzelperson die Demonstration unterstützen wollt, dann einfach eine kurze Email an BIErdoelBarth@gmail.com. Mit Eurem Einverständnis in der Email werden wir kurz vor der Demo eine Liste aller UnterstützerInnen veröffentlichen. Danke!

Presse: FR-online

Energiewendedemo 10.März, Berlin

– Am 10. Mai findet ab 13:00 in Berlin die nächste Energiewende Demo statt
Wir wollen da hin und mit möglichst vielen gemeinsam reisen.

Die Energiewende ist der Kohle- und Atomindustrie ein Dorn im Auge, der immer mehr weh tut, da sie ihren Strom nicht mehr mit so einfach planbaren Preisen absetzen kann. Da soviel freie Marktwirtschaft dem eigenem Geschäftsmodell das Wasser abgräbt, muß der Lobbyapparat angeschmissen werden!

Was Lobbyarbeit einer zwar untergehenden, aber immer noch großen Branche bei einem schwachen Minister anrichten kann, sehen wir momentan beim Versuch das EEG kaputtzukriegen.

Und das in Zeiten, in denen immer deutlicher wird, das es jetzt den Ausstieg aus dem fossilen Zeitalter bedarf, allein schon um den Klimawandel auf ein wahrscheinlich noch gerade erträgliches Ausmaß begrenzen zu können.

Haben die es nicht kapiert?

Global ist das Thema, denn Emissionen und Strahlung werden global verfrachtet; aber global sind auch die Auswirkungen hiesiger Poltik:
Wenn die Energiewende hier klappt, wird sie überall kopiert werden!
Wenn nicht, der nächste Super-GAU steht in den Startlöchern und wir werden über das „4 °C-Ziel“ reden.

werdet aktiv!

Abfahrt Rostock HBF 10:34
Treffpunkt 10:20 am Abfahrtsgleis (8)

Rückfahrt ist geplant für 18:45 ab Berlin HBF.
16:44 oder 17:25 sind auch möglich, aber dann ist die Abschlusskundgebung
noch nicht vorbei, müssen wir dann einfach auf der Fahrt klären.

Über Rückmeldungen freuen wir uns wegen der besseren Planbarkeit:
Kontakt: mitmachen@systemausfall.org

Wenn du bei uns mitmachen willst:
..unser Plenum findet jeden zweiten Mittwoch (ungerade Woche) 19:30, Doberaner Str. 6, Hinterhof, rechte Tür; in 18057 Rostock statt.

Fukushima Mahn-Kundgebung am 11. März 2014

17:00 Uhr, Doberaner Platz, Rostock

Am 11. März vor 3 Jahren ereignete sich die Reaktorkatastrophe im japanischen Atomkraftwerk Fukushima-Daiichi. Damals kam es infolge eines Erdbebens zur Beschädigung mehrerer Reaktoren und zu Kernschmelzen, ein Reaktorgebäude explodierte. Zehnausende Menschen mußten aus der Umgebung evakuiert werden, und werden wohl nie wieder dorthin zurückkehren können.
Doch bis heute ist keine Ruhe in die Reaktorruine eingekehrt. Seit der Katastrophe werden täglich rund eine halbe Million Liter Wasser in die maroden Reaktorgebäude gepumpt, damit es nicht zu weiteren unkontrollierten Kernreaktionen der darin noch verbliebenen Brennstäbe kommen kann. Das hochkontaminierte Wasser sickert z.T. ungehindert ins Erdreich, vermischt sich mit Grundwasser und gelangt in den nahegelegenen Pazifik. Erst im Februar 2014 sind abermals hunderttausend Liter strahlendes Wasser aus einem lecken Tank ausgelaufen. Das Kühlsystem des Abklingbeckens in Block 4 war vor kurzem über Stunden ausgefallen, weil es bei der umstrittenen, hochgefährlichen Bergung der darin noch liegenden rund 1500 Brennstäbe beschädigt worden war. Bei Kindern, die damals in der Präfektur Fukushima wohnten, wurde eine Zunahme der Schilddrüsenkrebsrate und auffälligen Veränderungen der Schilddrüse beobachtet.
Damit steht Fukushima in einer Reihe mit den Atomkatastrophen von Tschernobyl, Majak, Harrisburg und anderen, die heute als historische Mahnmale für Verantwortungslosigkeit, Gier und
Selbstüberschätzung gelten.
In Japan sind seither alle Atomanlagen abgeschaltet. Aber im Rest der Welt ist keine Abkehr von der Nutzung dieser gefährlichen Energieform in Sicht. In einigen Ländern, wie Großbritannien, Ungarn und Polen plant man, neue AKW zu bauen. Und in Deutschland laufen noch 9 der ehemals 17 Reaktoren. Aber auch über den versprochenen Ausstieg 2021 hinaus plant man, weitere Brennstäbe in Lingen zu produzieren, und in Gronau Uran anzureichern; täglich rollen weitere Atomtransporte über Deutschlands Straßen, Schienen und Häfen, und die Energiewende ist unter Beschuss geraten. Und Rostock ist eine der Drehscheiben für transeuropäische Atomtransporte.

Alle Atomanlagen weltweit abschalten! Ächtung und Verschrottung aller Nuklearwaffen! Keine weiteren Atomtransporte durch Rostock und anderswo! Energiewende jetzt!

Protest- und Mahnkundgebung am Dienstag, 11.März 2014, 17:00 Uhr am Doberaner Platz, Rostock. Im Vorfeld wird es eine Straßentheateraktion geben.

Rostocker Antiatom Netzwerk
www.lubminnixda.blogsport.de




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