Atomtransporte

!!!breaking news!!! Stena Line stellt angeblich Atomtransporte ein

Laut einem Bericht von Panorama 3 (NDR) (ab min 16:50), will der Fährbetreiber Stena Line den Transport von Uran und anderen strahlenden Gütern auf Personenfähren der Strecke Rostock-Trelleborg ab Januar 2015 einstellen. Als Gründe dafür werden der öffentliche Druck und die durch die Aufklärung der Transporte entstandene Verunsicherung der Passagiere genannt….Das wäre ein schönes Weihnachtsgeschenk, fast zu schön um war zu sein. Einen Anteil daran hätten sicher auch Atomkraftgegner*innen aus Rostock, welche schon seit 2011, nach Bekanntwerden der Transporte, den Finger in diese Wunde legten. Abzuwarten ist, ob die Transporte nicht auf anderen Schiffen über den Rostocker Hafen weitergeführt werden. Für den Produzenten von Brennstäben Westinghouse Electric Schweden/ Västera°s, seine Rohstofflieferanten wie, z.B. Urenco/ Gronau und die gesamte europäische Atommafia ist diese Strecke wirtschaftlich so bedeutend, dass sie sich wohl kaum mit einer Stillegung zufrieden geben werden.
Aber trotz allem ein positiver Aspekt: es rührt sich was! Immer mehr deutsche Häfen stellen sich quer und vermiesen den Verbrechern der Atomgesellschaften die Tour(en). Ein wirklicher Atomausstieg ist nur ohne Brennstabproduktion und Transporte von Uran-Verbindungen und anderen Nuklearenergieträgern seinen Namen wert.
Seid weiter unbequem!

Atomtransporte – PolDo: Achillesferse der Atomindustrie

Am 09. Oktober, 20:00 Uhr findet im Peter-Weiss-Haus Rostock wieder ein Antiatom-PolDo zum Thema Atomtransporte statt.

Inhalt der Veranstaltung:

Uranabbau in Kasachstan – Konversion in den USA – Anreicherung in Gronau – Herstellung von Brennelementen in Lingen – Abbrand im Kochkessel AKW – Urlaubstrip nach La Hague – Zwischenlagerung in Lubmin – Zwischen-Endlagerung in ??? – Uran ist viel unterwegs und dies nur einer der möglichen Reisewege. Überall entstehen nicht weiter verwendbare Abfallprodukte, die teils auch wieder auf große Reise gehen. Daher fährt quer durchs Land und über Wasser überall und ständig radioaktives Material rum und verstrahlt Boden, Atmosphäre und Biologie. Ohne Atomtransporte würde es keine Atomindustrie geben, sie sind die Achillesferse des Systems.
Der PolDo wird einen Einblick in dieses System geben, exemplarisch Tatorte benennen und die spezielle Situation der Häfen Hamburg und Rostock beleuchten.
Seid herzlich eingeladen.

Neuer Unfall mit Atomfrachter

Atomfrachter kollidiert auf der Ostsee.

Wie am Samstag bekannt wurde, ist der für Atomtransporte bekannte Frachter Mikhail Lomonosov am frühen Freitagmorgen vor Rügen mit einer Yacht zusammen gestoßen. Die 15 Meter lange Yacht wurde bei der Kollision mit dem 100m langen Schiff schwer beschädigt und anschließend von der Seenotrettung in den nächsten Hafen geschleppt*. Wir gehen davon aus, dass auch radioaktives Material an Bord der Mikhail Lomonosov ist. In der Regel transportiert das Schiff der russischen Reederei Northern Shipping Company radioaktive Stoffe wie beispielsweise Uranhexafluorid und Urandioxid aus Russland. In St. Petersburg lief es
am Dienstag, den 15.10. um 9:53 Uhr aus. Wir erwarten es am Montag nach einer Fahrt durch den Nord-Ostsee-Kanal gegen 7 Uhr in Hamburg am Containerterminal Burchardkai der HHLA. Dort werden die radioaktiven Stoffe auf LKW verladen. Ein Großteil der über Hamburg abgewickelten Atomtransporte geht in die vom „Ausstiegsbeschluss“ nicht benannten und für den internationalen Atommarkt produzierenden Atomanlagen, insbesondere die Brennelementefabrik in Lingen und die Urananreichungsanlage in Gronau.
Es muss unverzüglich aufgeklärt werden, welche Fracht genau auf der Mikhail Lomonosov ist, was sich abspielte und welche Katastrophenschutzmaßnahmen vor der Insel Rügen getroffen worden wären, wenn tatsächlich Uranhexafluorid ausgetreten wäre. Schon wieder hatten wir vermutlich Glück. Der letzte große Unfall mit Uranhexafluorid ereignete sich am 1.Mai im Hamburger Hafen, als ein Brand auf der Atlantic Cartier beinahe eine Katastrophe auslöste. Auf der bundesweiten Anti-Atom-Konferenz wurde an diesem Wochenende in Hamburg unter anderem über Möglichkeiten zum Stopp von Atomtransporten diskutiert. Am heutigem Sonntag wird auch eine Hafeninspektion per Schiff durchgeführt.
Wir fordern den sofortigen Stopp aller Atomtransporte. In Hamburg bedeutete das unter anderem die Entwidmung des Hafens für Atomtransporte. Von Kiel bis Brunsbüttel muss der Nord-Ostsee-Kanal für radioaktive Stoffe gesperrt werden.

Grundsätzlich fordern wir die sofortige Stilllegung aller Atomanlagen weltweit, z.B. der Brennelementefabrik in Lingen und der Urananreicherungsanlage Gronau.

BI Kiel gegen Atomanlagen
SAND (Systemoppositionelle Atomkraft Nein Danke Gruppe Hamburg)
SofA (Initiative für den Sofortigen Atomausstieg Münster)
Lubmin NIXda /Antiatom Bündnis Nordost
Anti-Atom-Büro Hamburg
Contratom
MAUS eV (Meßstelle für Arbeits- und Umweltschutz, Bremen)
NETZWERK Energiewende Lübeck
anti-atom-plenum berlin
Anti Atom Bündnis Münsterland

Kontakt 0151-23995333
*)www.schiffsjournal.de

nadir.org

NDR.regional-Beitrag

Panorama3-Bericht




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